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Randsortimente: Grundpreis muss ausgezeichnet sein

Immer mehr Modehäuser nehmen textilfremde Sortimente in ihr Sortiment auf, um den Kunden zu überraschen und Zusatzumsätze zu generieren. Zum Teil sind damit allerdings gesetzliche Vorgaben zu beachten, die es so für Bekleidung nicht gibt. Darauf weist der BTE Handelsverband Textil, Köln, hin.

Trotzdem können auch mittelständische Modehäuser diese Art von Werbung für ihre Zwecke nutzen. Denn praktisch in jeder größeren Stadt gibt es mittlerweile eine ansehnliche Zahl von Influencern im Bereich Mode und Lifestyle, über die man mindestens eine hohe vierstellige Zahl von Mode-Interessierten erreichen kann. Speziell bei den Instagrammern handelt es sich meist um Schüler oder Studenten, vereinzelt „jobben“ sie aber sogar im Modehandel.

Beispiel Grundpreisauszeichnung: Alle Waren, die Endverbrauchern nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche angeboten werden, müssen danach - auch in Anzeigen und Prospekten sowie im Schaufenster und im Internet – nicht nur mit dem Endpreis, sondern zusätzlich auch mit dem Preis je Mengeneinheit (kg, m, qm, Liter) ausgezeichnet werden.

Betroffen sind fast alle Flüssigkeiten bis 10 ml (z.B. Alkoholika), mit Ausnahme von Parfüm und Kosmetika für Haut, Haar und Nägel. Aber auch Imprägnier-Sprays, Schuhcremes oder Lederpflegemittel unterliegen dieser Auszeichnungspflicht. Hier muss das Einzelhandelsunternehmen dann im entsprechenden Preisschild auch den Preis je Liter oder 100 Milliliter (bis 0,25 l Füllmenge) angeben. Ansonsten drohen Abmahnungen von den Aufsichtsbehörden, wie es einzelne Unternehmen in letzter Zeit erfahren mussten, warnt der BTE.

Aus dem textilen Sortiment fallen demnach Meterware, Wolle, Garne und Stoffe sowie Teppichboden unter die Grundpreisauszeichnungspflicht. Nicht betroffen sind Waren, die z.B. stückweise verkauft werden, also z.B. Bettwäsche, Fertiggardinen, Teppiche und Bekleidung. Überdies gibt es Ausnahmeregelungen für kleine Einzelhandelsgeschäfte, bei denen die Warenausgabe überwiegend im Wege der Bedienung erfolgt, soweit es sich nicht um Filial- oder Franchisebetriebe handelt.