No. 1 in Pronto Moda in Germany

SUXXESS MESSAGE

Inventurdifferenzen im Modehandel marginal gestiegen

Im Jahr 2017 sind die Inventurdifferenzen im Modehandel, inkl. Warenhäuser sowie Schuh- und Sportgeschäfte, geringfügig gestiegen. Sie erhöhten sich gegenüber 2016 um 0,01 Prozentpunkte auf 0,54%, bewertet zu Einkaufspreisen in Prozent vom Nettoumsatz.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Kölner EHI Retail Instituts, an der sich 41 Textil-, Schuh- und Warenhausunternehmen mit insgesamt mehr als 8000 Geschäften beteiligten, und auf die der BTE Handelsverband hinweist. Zum Vergleich: Im gesamten Einzelhandel lagen die Inventurdifferenzen bei 0,61%. Bewertet zu Verkaufspreisen im Verhältnis zum Bruttoumsatz entspricht dies (branchenübergreifend) einem Wert von 0,98%. Einzelheiten:

  • Innerhalb der Modebranche konnten sich die 16 beteiligten Unternehmen des Textilfachhandels (1308 Niederlassungen mit durchschnittlich 175m² Verkaufsfläche je Store, rund 70% Filialisten) über eine leichte Reduzierung der durchschnittlichen Inventurverluste von 0,56 auf 0,55% freuen - bei einer allerdings großen Bandbreite der einzelnen Ergebnisse.
  • Bei den sieben teilnehmenden Textilfachmarkt-Ketten (6176 Niederlassungen mit durchschnittlich 490m² Verkaufsfläche je Store) stieg die durchschnittliche Inventurdifferenz von 0,47 auf 0,48%.
  • Unverändert bei 0,49% blieb in 2017 die Inventurdifferenz der 13 Textilkaufhäuser und Warenhäuser (mit 197 Niederlassungen bei durchschnittlich 8490m² Verkaufsfläche).
  • Im Schuhfachhandel (sechs Filialisten mit zusammen 890 Filialen) stieg die Inventurdifferenz dagegen merklich von 0,58 auf 0,66%, was allerdings maßgeblich auf die negative Entwicklung in einem nicht näher genannten Unternehmen zurückzuführen ist.

Bezogen auf die einzelnen Warengruppen – über alle Vertriebswege – zeigte sich folgendes Bild: Die mit Abstand höchsten Inventurdifferenzen gab es 2017 bei den Lederwaren mit 0,92% (EK-Wert in Prozent vom Nettoumsatz). Es folgen DOB mit 0,62, HAKA mit 0,55% und Wäsche mit 0,52% Inventurverlust. Am Ende rangieren Kinderbeklidung und Schuhe mit einem Wert von jeweils 0,49%.

Bei den getroffenen Maßnahmen lag in 2017 die Mitarbeiterschulung mit einer Durchführungs-Quote von 92% ganz vorn in der Gunst der Modehändler. Überdurchschnittlich oft eingesetzt wurden zudem die Datenauswertung der Warenwirtschaft (79%), eine offene Kameraüberwachung (74%), die Artikelsicherung (67%) sowie eine Kassendatenauswertung (54%). Im Durchschnitt gab der Textilfachhandel 0,41% vom Umsatz für die Diebstahlabwehr aus.