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Inhabergeführter Modehandel: 2017 ordentlicher Gewinn

Der inhabergeführte, mittelständische Bekleidungsfachhandel hat im Jahr 2017 im Durchschnitt einen betriebswirtschaftlichen Gewinn in Höhe von 3,3% vom Bruttoumsatz erzielt. Dies ist das zentrale Ergebnis des BTE-Jahresbetriebsvergleichs für das Jahr 2017.

An dem Vergleich beteiligten sich nach Angaben des BTE Handelsverbands Textil in Köln insgesamt rund 100 Textilhandelsunternehmen mit Jahresumsätzen zwischen unter 300.000 und über 50 Mio. Euro brutto. Im Durchschnitt erzielten die Teilnehmer 2017 einen Brutto-Umsatz in Höhe von 5,6 Mio. Euro.

Bei den Umfrageteilnehmern standen einer Netto-Betriebshandelsspanne von 40,4% Kosten von 37,1% gegenüber, berichtet der BTE. Sofern in der Handelsspanne der teilnehmenden Unternehmen nicht bereits enthalten, wurden zusätzlich Erträge aus Skonti und Boni in Höhe von durchschnittlich 1,1% erzielt. Für die Durchschnittsberechnung wurden die gemeldeten Zahlen gleich gewertet, eine Gewichtung nach Umsatz wurde nicht vorgenommen.

Ein Vergleich mit den vom BTE veröffentlichten Zahlen der Vorjahre ist nur schwer möglich, da Anzahl und Zusammensetzung der Teilnehmer unterschiedlich waren. Allerdings sei es wahrscheinlich, dass der Gewinn in 2017 aufgrund der eher günstigen Saisonentwicklung branchenweit etwas höher lag als in den Vorjahren, stellt der Verband fest. 2015 und 2016 waren Durchschnittwerte in Höhe von 2,4 bzw. 2,5%, zuzüglich 1,1 bzw. 1,0% Skonti/Boni-Erträge, errechnet worden.

Die Entwicklung in 2017 war damit zwar erfreulich, sie dürfte aber im laufenden Jahr aufgrund des zum Teil extrem ungünstigen Saisonverlaufs wieder deutlich negativer ausfallen, erwartet der BTE. Der ausgewiesene Gewinn für 2017 sei damit bestenfalls ein befriedigendes Ergebnis für den mittelständischen Modefachhandel, der längst nicht die Rendite vieler vertikaler Handels- und Herstellerunternehmen erreiche.

Bei Vergleichen mit anderen Berichtskreisen und der Interpretation des Betriebsergebnisses ist zudem zu berücksichtigen, dass der kalkulatorische Unternehmerlohn mit umsatzbezogenen Werten von 1 bis 5% vom Umsatz vorgegeben wurde. Für größere Unternehmen ist ein Wert von 1% in etlichen Betriebsvergleichen üblich, bei kleinen Unternehmen gibt es zum Teil unterschiedliche Ansätze, die sich dann unmittelbar auf das Betriebsergebnis auswirken. Zum besseren Vergleich von Personen- und Kapitalgesellschaften wurde das Geschäftsführergehalt bereits seit 2013 beim Betriebsvergleich mit in diese Position aufgenommen.

Detaillierte Ergebnisse aus dem Jahresbetriebsvergleich 2017 sowie viele weitere Daten zum deutschen Textilmarkt enthält der im September erschienene „BTE-Statistik-Report 2018 Textileinzelhandel". Weitere Informationen dazu beim ITE-Verlag, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder im BTE-Onlineshop unter www.bte.de (Rubrik: Publikationen/Marktdaten)