No. 1 in Pronto Moda in Germany

SUXXESS MESSAGE

Händler sagen Ja zu Mobile Payment

Der deutsche Handel steht dem mobilen Bezahlen aufgeschlossen gegenüber. Er möchte technologisch auf dem neuesten Stand sein und seinen Kunden eine Auswahl an Bezahllösungen anbieten – dazu gehören auch Mobile-Payment-Lösungen. Das ergab eine Händlerbefragung der EHI-Mobile-Payment-Initiative, die das Kölner Marktforschungsinstitut EHI zusammen mit mehreren großen Mobile Payment-Anbietern und Dienstleistern gegründet hat, darunter Girocard, Google Deutschland, GS1 Germany, Ingenico, Mastercard, Payback, Visa und Wirecard.

Da es sich um eine qualitative Befragung handelt, enthält die Studie kaum konkrete Zahlen: Lediglich 30% der persönlich befragten 18 Unternehmen, die zusammen auf einen Umsatz von 92,4 Mrd. Euro kommen, verfügen über QR-Code-Scanner. Diese sind für Bezahlverfahren mit optischer Identifikation notwendig. Dazu gehören etwa die Mobile Payment-Systeme von Payback, WeChat und Bluecode.

Via Handy bezahlen: Gegen diese M-Payment-Systeme tritt Apple an

Lediglich 8% der Befragten erhalten von Zahlungsdienstleisters Reportings zu den Transaktionszahlen von Apple Pay und Google Pay. Der Grund: Den Händlern zufolge können lediglich kontaktbehaftete und kontaktlose Kartentransaktionen gemessen werden.

Überhaupt sind sich weder Handel noch Netzbetreiber über die genaue Anzahl mobiler Transaktionen oder die exakten Gebühren im Klaren. "Da beim mobilen Bezahlen mit dem Smartphone die Kundendaten aus Datenschutzgründen verschlüsselt werden, ist für eine genaue Berichterstattung eine Entschlüsselung derselben nötig", erklärt EHI-Projektleiterin Caroline Coelsch. Wie sich dieser Prozess momentan gestaltet und wie er bepreist ist, konnte keiner der befragten Händler beantworten.

Großes Interesse bei den Kunden

Auf der anderen Seite der Kassen-Terminals ist das Interesse an mobilen Bezahlverfahren offenbar groß: Laut einer EHI-Verbraucherbefragung aus dem vergangenen Jahr schätzen hochgerechnet 20 Millionen Verbraucher in Deutschland das schnelle Tempo und die Bequemlichkeit von Mobile Payment und können sich die Nutzung dieser Bezahlart gut vorstellen. Allerdings hat eine ebenfalls vom EHI und der Bundesbank erstellte Studie kürzlich ergeben, dass man im deutschen Modehandel am schnellsten mit Bargeld bezahlt.
Zudem ist die Barzahlung für das Handel immer noch das kostengünstigste Zahlungsmittel.

Bemerkenswert allerdings auch: Das Marktforschungsinstitut Emarketer hat ermittelt, dass hierzulande nur 11% der Smartphone-Besitzer (5,8 Millionen Personen) ihr mobiles Endgerät fürs mobile Bezahlen nutzen.