No. 1 in Pronto Moda in Germany

Presse

Imotex bietet neuen Glanz für Pronto Moda

Das Modezentrum in Neuss hat sich optisch und inhaltlich neu aufgestellt

Der Wow-Effekt tritt direkt am Empfang ein: Dunkelgraue Fliesen, eine klare, moderne Architektur, viel Licht, Rot als Akzentfarbe und ein riesiger Imotex-Schriftzug: Deutschlands ältestes Großhandelszentrum mit Sitz in Neuss hat sich für die Zukunft fit gemacht – inhaltlich und architektonisch.

„Wir sehen das Haus als Marke, das soll herausgestellt werden“, sagt Franz-Hugo von Abercron, der gemeinsam mit Gerhard Poppke das Modecenter führt. Der Angebotsschwerpunkt liegt auf Pronto Moda für den mittelmodischen Bereich. Das war nicht immer so, und teilweise sind die alten Strukturen – optisch und im Angebot – auch auf einigen Etagen noch erkennbar. „Diese Immobilie ist 40 Jahre alt, da kann nicht so einfach alles von heute auf morgen umstrukturiert werden“, erklärt von Abercron, der sich seit 2009 um die Verwaltung des Imotex kümmert.

Trotzdem ist in den vergangenen drei Jahren fast kein Stein auf dem anderen geblieben. Von der ersten bis zur vierten Etage ist das Center mittlerweile komplett saniert. Als nächstes kommen das Erdgeschoss, es ist mit fast 8000 m² ein Drittel größer als die anderen Stockwerke, und die fünfte Etage an die Reihe. Sie werden, genau wie die bereits fertiggestellten Geschosse, kernsaniert, inklusive neuer Technik und neuen Böden.

Bislang habe der Imotex-Eigentümer, die Schweizer Unimo-Gruppe, über 30 Mill. Euro in das Haus investiert. Wenn die Arbeiten in den Innenräumen abgeschlossen sind, ist die Fassade dran. Geplant ist eine gelochte, vorgehängte Metallfassade, durch die das Modecenter dann auch von außen eine futuristische Optik bekommen soll. Von den insgesamt 60 000 m² des Imotex sind 40 000 m² vermietet. In den oberen Stockwerken sind die Verwaltung und die Serviceräume für die Mieter untergebracht. „Unser Haus ist zum ersten Mal seit den 80er Jahren vollvermietet, 70 neue Firmen sind in den vergangenen Jahren dazugekommen“, so von Abercron.

2008 sei das Center am Tiefpunkt gewesen. „Wir mussten handeln und haben uns für Pronto Moda entschieden.“ Jede Etage müsse ein für die Kunden klar erkennbares Segment anbieten. So sind beispielsweise im ersten Stock HAKA und DOB untergebracht, die zweite Etage gehört Young Fashion und Großen Größen, und im dritten Stockwerk finden sich hochwertige DOB und Accessoires-Anbieter. Angeboten werden Labels wie Free Side, Jean Marc Philippe, Butik Dayi und Patago.

Kunden des Modecenters sind Inhaber von kleinen Boutiquen genauso wie Vertreter von Konzernen. „Das liegt auch daran, dass wir hier Unternehmen haben, die Zara und H&M beliefern, beziehungsweise im Private Label-Bereich tätig sind.“ Eines der Ziele sei es, einen Schwerpunkt im Geschäft mit Schuhen zu aufzubauen. Für die einzelnen Flächen gebe es mittlerweile Wartelisten. „Wir haben schon viele Anfragen abgelehnt, weil die Labels nicht zu uns gepasst hätten“, sagt von Abercron, der früher selbst Mieter im Imotex war.

Um die „Marke Imotex“ weiter voranzutreiben, wird derzeit auch ein neuer E-Shop eingerichtet, über den die Großhändler und Markenanbieter des Hauses ihre Artikel auch online vertreiben können. „Wer heute nicht professionell im Netz vertreten ist, hat keine Überlebenschancen“, ist der 60-Jährige überzeugt. Ebenfalls neu ist die Marketing-Gemeinschaft des Hauses, in der fast alle Mieter vertreten sind. Neben gemeinsamen Werbe- und Marketingaktivitäten gibt sie zwei Mal jährlich das Suxess- Magazin heraus, in dem die neuesten Trends vorgestellt und erklärt werden.