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Mode und Instagram sind das perfekte Paar

Online-Expertin Simone Schreier gibt Tipps, wie Instagram die junge Generation begeistert.

Von Kirsten Reinhardt

Als Facebook 2012 Instagram kaufte, erreichte die Foto-App nur eine mittelgroße Foto-Community. Heute ist Instagram die wichtigste Social Media-App für junge Menschen. "Instagram mit 15 Millionen Nutzern wird von der Generation der Digital Natives (14- bis 29-Jährige) am intensivsten genutzt, vor allem in den Bereichen Fashion und Fitness", weiß Simone Schreier, Online-Expertin von der Agentur Now Communication aus Aichach, und nennt die wichtigsten Tipps und Tricks für einen perfekten Auftritt.

Seit diesem Jahr achtet der Instagram Algorithmus nur noch auf Interaktionen, sonst verpuffen die Posts im virtuellen Raum. Je mehr Likes, Kommentare (mit schnellen Antworten), Umfragen und persönliche Nachrichten Sie erhalten, um so positiver wirkt sich das auf ihr Ranking aus. Zudem misst der Algorithmus, wie lange ein Post angesehen wird (Time spent). Videos oder die Karussell-Funktion erreichen eine höhere Reichweite, da man sie länger ansieht als ein einzelnes Bild. Länger beschäftigt sich ein Follower auch mit einem Beitrag, wenn die Beitrags-Beschreibung interessant ist und der Follower auf „Mehr lesen“ klickt. Alle diese Indikatoren implizieren dem Algorithmus, dass die Nutzer den Beitrag sehen wollen.

Einheitliches Profil, Posts und Stories mit Mehrwert

Richten Sie Ihr Instagram- Profil so ein, dass es gut aussieht und den Followern zeigt, wer Sie sind. Treffen Sie eine strategische Entscheidung für einen einheitlichen Look durch die Verwendung der immer gleichen Filter, Perspektiven oder Farbthemen. Daher sollten Bilder immer mit dem gleichen Schema bearbeitet werden, z.B. mit Bearbeitungstools von Instagram oder den Apps VSCO, Facetune, Snapseed oder Photoshop. Das perfekte Foto zeigt spannende Bildausschnitte, es gilt die 80/20– Regel: Nehmen Sie ein gutes Motiv (80%) und fügen irgendein Detail (20%) hinzu. Übersetzen Sie Ihre Fashiontrends: Es geht nicht um Selbstdarstellung, sondern um Inspiration und Mehrwert für die Zielgruppe, zum Beispiel:

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Wichtig ist, nicht zu geschlechtsspezifisch zu posten. Hat man keinen Feed-Content für sieben Tage die Woche, sind zwei bis drei Posts auch okay. Postvarianten kommen an – Fotos, Fotokarussells, Alben, Videos im Hochformat. Noch besser sind Stories, z.B. mit der Verwendung von Umfragen, die Interaktion mit den Followern steigern. Auch eine Shopping-Funktion ist für Inhaber von Instagram-Business-Tools möglich und derzeit im Test. Es gilt bei Stories:

  • Optimale Länge sind drei bis sechs Clips/Fotos
  • Hinterlegen Sie Musik oder animierte Texte
  • Geo-Tags erhöhen die Reichweite
  • Hashtags einbinden für eine bessere Reichweite

Auf Instagram wird fast ausschließlich die Hashtag-Suche eingesetzt, um Content oder User zu finden. Wer keine Hashtags einsetzt, wird nicht gefunden.

Der Weg zum Erfolg sind die richtigen Hashtags

Richtige Hashtags:

Gehen Sie regelmäßig über die Suchfunktion auf Hashtag- Suche. Wenn Sie bei einem Mitbewerber ein gutes Hashtag sehen, geben Sie es in die Suchmaske ein. Instagram wird es künftig vorschlagen, wenn Sie Ihre Posts markieren.

Regionale Hashtags:

Sean aus Sydney ist nicht Ihr Fall? Nah an Ihre Kunden kommen Sie nicht nur über Orts-, sondern auch über die Bildmarkierung. Nutzen Sie regionale Hashtags wie #ihrortfashion oder #ihrortcitygirls und seien Sie mit regionalen Bildern konkret.

Nischen Hashtags:

Wer noch keine Follower im sechsstelligen Bereich hat, verzichtet lieber auf allzu populäre Hashtags wie #fashion, sondern mixt diese mit Nischenbegriffen wie #menstyleihrort.

Versteckte Hashtags:

Die Spam-Sensibilität nimmt zu. Viele erfolgreiche Instagram-Blogger gehen dazu über, reduzierte Bildtitel zu posten und Hashtags im Kommentar zu verstecken.