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Vermietungen: Kleine Flächen gefragt, Anteil des Textilhandels sinkt

Bei den Retailvermietungen setzt sich der Trend zur Kleinteiligkeit fort. Kleine Flächen sind bei den Einzelhändlern gefragt. Indes sinkt der Anteil der neu angemieteten Fläche im Textileinzelhandel deutlich. Zu diesem Ergebnis kommt der Immobilien-Spezialist Jones Lang LaSalle (EHI) bei seiner Auswertung des ersten Quartals 2018 im Retail-Vermietungsmarkt.

Demnach kommt der Textil-Einzelhandel bei der angemieteten Fläche nur noch auf einen Anteil von 24% der Gesamtfläche. Im Vorjahr waren es noch 33%. Es folgen Gastronomie (21%) und der Einzelhandel rund um Gesundheit und Beauty (13%) sowie Sport und Outdoor (9%).

Schon im fünften Jahr in Folge dominieren bei den angemieteten Flächengrößen diejenigen unter 100m² sowie die bis 250m². Zusammengefasst entfielen auf diese beiden Größenkategorien im ersten Quartal rund 60% aller Abschlüsse. Nur bei jedem zehnten Vertrag handelte es sich um Flächen von mehr als 1000m². Insgesamt umfasste das vermietete Volumen 119.400m², was einem Rückgang von rund 5% im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht. Allerdings stieg die Anzahl der Vermietungen um 9% auf 268.

Ein weiteres Ergebnis der Erhebung: Erstmals seit einem Jahr haben die Big 10, die größten deutschen Städte, ihren Anteil an der insgesamt vermieteten Fläche wieder deutlich erhöhen können. Mit 53.000m² erzielten diese Städte einen Anteil von 44%. Vor einem Jahr waren es nur 18%. „Hier pendelt sich der Markt langsam wieder ein. Nachdem die Mieten in den Spitzenlagen der Big 10 deutlich schneller gestiegen waren als die Handelsumsätze, verlagerte sich die Expansion in die B- und C-Standorte“, sagt Dirk Wichner, Head of Retail Leasing JLL Germany. Jetzt kehre bei den Vermietern in den großen Städten wieder mehr Realismus in Bezug auf erzielbare Mieten ein.

Besonders dynamisch waren in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres die Märkte in Köln (12.500m²) und Leipzig (11.900m²) – sie profitierten von Großanmietungen. Einen Dämpfer erhielt Hamburg. Nach 8600m² im Vorjahr waren es jetzt nur noch 3800m².

Im Bundesdurchschnitt gingen die Spitzenmieten um 3% zurück. In 105 der in der Studie berücksichtigten Städte blieben sie auf gleichem Niveau. An 73 Standorten sanken sie, sieben Städte verzeichneten einen leichten Anstieg. Dazu zählten unter anderem Würzburg und Rosenheim.