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Neuer Studiengang für Manager im Modehandel

Die Wirtschaftsschule für Hotel- und Gaststättengewerbe Wihoga in Dortmund will ab April in vier Semestern Einzelhandelskaufleute zu staatlich geprüften Betriebswirten ausbilden. Der neue Bildungsgang wird in Kooperation mit dem Handelsverband NRW Westfalen-Münsterland, der Dula Werke GmbH, der IHK Dortmund und der Wirtschaftsförderung Dortmund angeboten. Auf deren gemeinsamer Initiative sei das Studium auch entstanden, erklärt der Schulleiter Harald Becker.

„Nach dem Vorbild von Nagold wollen wir eine praxisnahe Ausbildung für künftige Modemanager auch in unserer Region und im Ruhrgebiet etablieren. Das, was unsere Fachschule seit fast 60 Jahren für die Hotellerie ist, soll Wihoga damit auch für die Modebranche werden“, so Becker. Ursprünglich sollte das Studium bereits im Oktober starten, aber bislang habe es erst drei Anmeldungen gegeben. Ab zwölf Teilnehmern soll es im kommenden Frühjahr losgehen.

Voraussetzung für die Ausbildung zum „Staatlich geprüften Betriebswirt, Schwerpunkt Handelsmanagement“ sind mindestens mittlerer Schulabschluss plus eine abgeschlossene berufliche Erstausbildung im Einzelhandel sowie im Anschluss mindestens ein Jahr einschlägige Berufspraxis, vorzugsweise im Textileinzelhandel bzw. der Modebranche, oder eine fünfjährige Berufserfahrung im Modehandel. Die einschlägige Berufspraxis könne unter bestimmten Umständen auch noch während des Fachschulbesuchs absolviert werden.

Aufnahmetermine sind jeweils am 1. April und 1. Oktober eines Jahres, bis zu 25 Studenten sollen pro Semester ausgebildet werden. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Bekleidungslehre, Materialkunde Textil, Visual Merchandising und Warenwirtschaftstraining. Jeden Donnerstag sind Exkursionen bei Herstellern und Store Checks im Handel geplant. Dafür und für Projektarbeiten sowie Experten-Vorträge werden noch Kooperationspartner in Industrie und Handel gesucht. „Wir sind bereits im Kontakt mit Firmen wie Gant, GerryWeber, SinnLeffers und Calzedonia, die an der neuen Ausbildung großes Interesse haben“, so Becker.

Für das Gesamtjahr erwartet der bevh für den gesamten Interaktiven Handel ein Wachstum von 8% auf ca. 61,7 Mrd. Euro. Für den E-Commerce-Bereich rechnet der Verband erneut mit einem zweistelligen Zuwachs um 11% auf rund 58,5 Mrd. Euro.

Die Wihoga sei eine so genannte „staatliche Ersatzschule“, die von einem privaten Träger finanziert werde, aber deren Abschlüsse staatlich anerkannt sind. Die Gebühren für das Studium liegen bei 190 Euro monatlich.