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Konsumklima: Stimmung leicht eingetrübt

Nach dem guten Jahresstart hat sich Verbraucherstimmung in Deutschland jetzt etwas eingetrübt. Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung („Kassensysteme 2018“) prognostiziert deshalb, dass der von ihr ermittelte Konsumklima-Index im März um 0,2 Zähler auf 10,8 Punkte zurückgehen wird. „Die politischen Turbulenzen um die Bildung einer stabilen und tragfähigen Regierung in Berlin haben die Konsumenten möglicherweise etwas verunsichert“, teilen die Marktforscher mit.

Der GfK Konsumklima-Index setzt sich zusammen aus den Indikatoren Einkommenserwartung, Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung. Laut GfK sind bei allen drei Indikatoren Einbußen zu verzeichnen. Bei der Konjunkturerwartung geht es deutlich bergab. Trotzdem schätzen die Verbraucher die Aussichten für die Wirtschaft weiter optimistisch ein. „Der deutsche Konjunkturmotor läuft im Moment auf Hochtouren und die Konsumenten gehen davon aus, dass sich dies auch in den kommenden Monaten so fortsetzen wird“, teilt die GfK mit. Dafür spreche auch die exzellente Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Nach zwei Anstiegen in Folge muss der Indikator Einkommenserwartung einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Doch vor dem Hintergrund der exzellenten Beschäftigungslage bleiben die Konsumenten nach Auffassung der Nürnberger Marktforscher überaus optimistisch für ihre Einkommensaussichten. Erste Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie, die in der Regel Signalwirkung für die gesamte Wirtschaft hätten, zeigten zudem, dass die große Mehrheit der Beschäftigten 2018 erneut mit realen Einkommenszuwächsen rechnen könne.

Die Anschaffungsneigung werde von den ebenfalls sinkenden beiden anderen Indikatoren beeinflusst, sodass auch hier ein Rückgang zu verzeichnen sei. Dennoch sei die Konsumlaune insgesamt gut. „Die Aussichten für den Konsum in diesem Jahr bleiben günstig“, erklärt die GfK. Dennoch blieben Risiken, die das Konsumklima belasten könnten – unter anderem die US-Handelspolitik mit den protektionistischen Tendenzen sowie der zähe Verlauf der Brexit-Verhandlungen.