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Discounter treiben Vermietungsmarkt an

Discounter und internationale Konzepte kurbeln den Vermietungsmarkt im deutschen Einzelhandel an. Besonders herausragend sind im ersten Halbjahr 2018 die Kaufhauskette Woolworth mit insgesamt zehn Vertragsabschlüssen, der Discounter Kik mit sechs neuen Mietverträgen und das Off-Price-Konzept TK Maxx (4), berichtet der Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle (JLL). Demnach wurden insgesamt 239.000m² (521 Abschlüsse) neu angemietet, allein 161.000m² von Unternehmen aus dem internationalen Niedrigpreissegment. Auch der französische Sportartikel-Filialist Decathlon und die niederländische Wohnbedarf-Kette Hema seien sehr expansiv. Insgesamt wurden aber 7000m² weniger als im Vorjahreszeitraum angemietet.

Zugleich setzte sich nach Angaben von JLL der Trend fort, dass die sogenannten Big 10-Städte, darunter Berlin, Frankfurt, München und Köln, wieder stärker in den Fokus der Expansionsmanager rücken. Mit einem Anteil von 40% bzw. 96.000m² übertrafen sie den Vorjahreswert von 23% deutlich. Beispielsweise ist Berlin jetzt wieder gefragter. Die Bundeshauptstadt führt das Feld mit 17.600m² an. Das sind 30% mehr als im Vorjahr. In Berlin waren im ersten Halbjahr vor allem Flächen in innerstädtischen Shoppingcentern gefragt.

Absolute Aufsteiger sind allerdings Köln mit 16.900m² und einer Veränderung von 152% zum Vorjahr, Leipzig mit 14.700m² und einem Anstieg von 880% sowie Düsseldorf mit 14.300m² (+233%). Weniger vermietet wurde in Hamburg (-35%) und Stuttgart (-16%).

Die Spitzenmieten in den Big 10-Städten blieben weitgehend konstant. In den kleineren Städten unter 100.000 Einwohnern gingen die Mieten jedoch durchschnittlich um 5% zurück. „Hier zeigt sich, dass vor allem Kleinstädte mit dem Umbruch im stationären Handel zu kämpfen haben“, erklärt Dirk Wichner, Head of Retail Leasing bei JLL Germany.

Bei den Geschäftsgrößen haben die sonst eher dominanten kleinen Flächen anteilig eingebüßt. Stattdessen legte das Segment der mittleren Größen (250 bis 500m² und 500 bis 1000m²) deutlich zu - von einem Anteil von 29% auf 36%. Anbieter aus dem Textilbereich konzentrieren sich laut JLL allerdings entweder auf kleinere Flächen oder Geschäfte mit mehr als 1000m².