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Bekleidungsumsatz stagniert erstmals im Online-Handel

Schwaches drittes Quartal: Mit nur 0,7% wächst die Kategorie Bekleidung im E-Commerce deutlich langsamer als in den vergangenen Jahren. Vor allem im Vergleich zum Gesamtumsatzwachstum von 9%. Das belegen die aktuellen Zahlen des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh).

Bekleidung ist zwar nach wie vor mit insgesamt 2,7 Mrd. Euro der wichtigste Umsatzbringer im Online-Handel, aber der Abstand zur zweitwichtigsten Kategorie Einrichtung mit 2,1 Mio. Euro (+18%) hat sich deutlich verringert. Etwas höher, jedoch niedriger als in der Vergangenheit, fiel das Wachstum für den Bereich Schuhe aus. Hier erwirtschafteten die Internet-Anbieter ein Plus von 1,9% auf 898 Mio. Euro. Damit setzt sich der Trend aus dem ersten Halbjahr fort: Schon von Januar bis Juli wuchs der Modehandel im Internet deutlich geringer als erwartet. So legten die Brutto-Online-Umsätze mit Bekleidung lediglich um 2,8% auf fast 5,2 Mrd. Euro zu. Bei Schuhen erhöhten sich die Erlöse immerhin noch um rund 8,6% auf knapp 1,74 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2016 waren die Bekleidungsumsätze noch um 11,5% auf 11,17 Mrd. Euro geklettert. Im Schuhbereich lag das Plus bei 9,3%.

Erstmals liegen die Online-Anbieter von Mode beim prozentualen Wachstum deutlich hinter anderen Branchen, die in allen anderen Kategorien zweistellige Zuwachsraten verzeichneten. Insgesamt erwirtschafteten die Internet-Händler von Juli bis September 2017 laut bevh ein Umsatzwachstum von 9% auf 13,6 Mrd. Euro. Im gesamten Interaktiven Handel (Online- und klassischer Versandhandel) kauften die deutschen Verbraucher im 3. Quartal Waren für 14,7 Mrd. Euro. Am stärksten wuchsen die Warengruppen-Cluster „Täglicher Bedarf“ mit 19,5% auf 989 Mio. Euro und Unterhaltung mit einem Plus von 19% auf 1 Mrd. Euro.

Vor allem Retailer, die aus dem Stationärhandel kommen, werden immer erfolgreicher: So haben etwa Versender, die urpsprünglich aus dem Offline-Business kommen, im 3. Quartal 2017 ein Plus von 29,6% auf 2, 2 Mrd. Euro erwirtschaftet. Ein großer Teil der Umsätze läuft allerdings weiterhin über Marktplätze, die ein Plus von 5% auf 6,8 Mrd. Euro erreichten.

Für das Gesamtjahr erwartet der bevh für den gesamten Interaktiven Handel ein Wachstum von 8% auf ca. 61,7 Mrd. Euro. Für den E-Commerce-Bereich rechnet der Verband erneut mit einem zweistelligen Zuwachs um 11% auf rund 58,5 Mrd. Euro.