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Retail

Status Quo im digitalen Store

Digital Signage oder Virtual Reality: Digitale Technologien zur Verkaufsunterstützung finden sich in immer mehr Geschäften. Die Tools gestalten das Einkaufen für Verbraucher unterhaltsamer und gefallen vor allem den jüngeren Kunden. Noch wichtiger ist, dass diese Technik die Läden nahtlos mit der Online-Welt vernetzt. Auf der Messe EuroCIS 2018 wurden die neuesten Lösungen für den Handel vorgestellt.

Laut Handelsbefragungen sind die Themen Omnichannel und die Digitalisierung der Stores für den Einzelhandel die wichtigsten technologischen Trends. Ein Anwendungsbeispiel ist die Prüfung der Warenverfügbarkeit, ob ein gewünschter Artikel im Geschäft vorrätig ist oder nicht. Online funktioniert dieser Service mit einer nahtlos vernetzten IT-Infrastruktur mit Warenwirtschafts- und CRM-Systemen sowie einer online implementierten Warenverfügbarkeitsanzeige. Eine Erweiterung ist Click & Collect: Dabei kann ein Verbraucher ein Produkt online reservieren und im Laden abholen. Apropos vorrätig: Der Service In- store-Order mittels Terminals oder Tablets, mit denen Verkaufsmitarbeiter ausgestattet sind, halten zunehmend auf den Flächen Einzug. Vor Ort ausverkaufte Ware oder zusätzliche Farben und Formen eines Artikels werden mit Hilfe dieser Tools in einer Filiale oder direkt beim Lieferanten nachbestellt. Kunden sollen nicht ohne Ware nach Hause geschickt werden. Auf diese Weise können Regale digital verlängert werden, damit Verbraucher nicht bei der Online-Konkurrenz kaufen müssen.

Digital Signage für jede Geschäftsgröße

Terminals und Kiosk-Systeme, die den Kunden als Anlaufpunkt für Fragen dienen, haben sich bereits im Handel etabliert. Digitale Bildschirme, Videowalls und Instore TV bieten Kunden eine spannende Markeninszenierung, aber auch Unterhaltung. Der große Vorteil von Digital Signage besteht darin, dass Händler die In- store-Kommunikation mit Produktvideos, Fotos oder Kampagnen flexibel anpassen können. Die Inhalte lassen sich über eine digitale Plattform zentral steuern und lokal am PC oder Tablet aktualisieren. Scala, einer der führenden Anbieter von Digital-Signage-Lösungen, bestätigt aus einer eigenen Studie: Die digitale Präsentation führe zu einer um 52 Prozent erhöhten Aufmerksamkeit der Kunden im Vergleich zu analogen Beschilderungen. Davon ist auch Jürgen Behrens von Rautenfeld, Vorstand der Online Software AG, überzeugt: „Digitale Technologien am POS können den Shopper in hohem Maße positiv überraschen und emotional berühren. Großbildschirme und Kundendisplays auf Kassen können Kampagnen situativ ausspielen. Digitale Assistenten wie Smartphones oder Sprachsysteme helfen, den Einkauf zu erleichtern oder zum Erlebnis für den Kunden zu machen.“ Auch die Großen der IT-Branche wie Toshiba zeigten IT-Komplettlösungen unter dem Schlagwort „Joy of Shopping” mit Anwendungen für Mobile Shopping, Click & Collect und Digital Pricing. „Erfolgreiche Einzelhändler stellen auf allen Kanälen die Services zur Verfügung, die ihre Kunden von ihnen erwarten. Es darf also nicht darum gehen, den stationären Handel gegen den Online-Einkauf auszuspielen oder umgekehrt“, ist Christoph von Lingen, Country Sales Leader Retail bei Toshiba, überzeugt. „Die Kunden wollen sich in den Filialen inspirieren lassen, die Artikel anfassen und anprobieren und von kompetenten Ansprechpartnern beraten werden. Das zeigen aktuelle Studien.“ Damit die Kunden den Einkauf zum Schluss auch reibungslos abschließen können, stellte Toshiba neu die Kompaktkasse TCx800 für Mitarbeiter und den Zwei-Stationen-Drucker TCx vor.

Beratung im Virtual Reality-Modus

Produktwelten wie in „echt“ erleben – das funktioniert mit Virtual Reality (VR). Mit einer VR-Brille und technisch programmierten Anwendungen werden selbst kleinste Ladenflächen zum virtuellen Megastore. Damit knüpft auch VR an die digitale Regalverlängerung an. Dabei gilt: Je jünger die Menschen sind, desto empfänglicher sind sie für digitale Lösungen. Ein Trend, der dazu führt, dass die VR-Brillen zwischenzeitlich zu stark gesunkenen Verbraucherpreisen zu kaufen sind.

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