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Retail

Schöne digitale Handelswelt

Visuelle Kommunikation stand auf der dreitägigen Fachmesse Viskom in Düsseldorf im Fokus. Fest steht: der Handel wird mehr Platz im Laden benötigen, denn die verschiedenen Displays, Terminals oder Handy-Ladestation werden bedeutender.

„Das wichtigste Argument für den Handel von Digital Signage ist, dass die Vorteile des Onlinehandels hin zum POS transportiert werden – damit wird der Kunden auf allen Kanälen zum Kauf angeregt. Weitere Vorteile sind das unbegrenzte Sortiment, weiterführende Informationen, Animationen mit Bewegtbildern und vieles mehr,“ ist der Sprecher von Dimedis Ibrahim Mazarin überzeugt. Das Kölner Unternehmen wurde Award-Preisträger der Kategorie Retail Signage mit einer Anwendungen für die Firma Bosch. Das Besondere sind die durchdachten Details mit Mehrwert, die zu einem spielerischen Umgang einladen. „Basis ist die Software `Kompass´, die über eines der größten Netzwerke Deutschlands verfügt“, erklärt Ibrahim Mazari. „Kompass spielt beliebige Inhalte aus einer Datenbank ab, statische und dynamische von Social Media über Markenpräsentationen bis hin zu Wetterdaten. Aber es geht auch ohne Datenbanken.

Hologramme - Zukunft aus dem Cyberspace

Die Idee GmbH aus Innsbruck stellte den `Magic Cube´ für den Außeneinsatz vor. Zwei auf Stelen stehende Boxen gewähren dem Betrachter durch Glas den Einblick auf ein Hologramm. Wie Marius Massimo von Idee bestätigte, schweben die eingeblendeten Informationen wie Bilder, Animationen oder Texte magisch frei und greifbar in der Luft. „Dazu braucht das statische System namens Visholo keinen Stromanschluss und keine Solarzellen – das Tageslicht reicht aus, denn das 3D-System funktioniert mit einem optischen Trick mittels Spiegel.“

Emotionale Präsentation mit digitaler Note

Eine interessante Digital Signage-Anwendung war der Tisch `Aeon´ von Eyefactory aus Wedel, der für einen Gastronomen entwickelt wurde, aber auch auf einer Ladentheke begeistern könnte. Dauernd standen Besucher um den Tisch herum und vorschoben wie in einem Spiel die darauf gestellten, mit einem Aufkleber präparierten Gläser, weil sich die Strahlen auf dem Tisch zu den anderen Glas-Inhabern bewegten. Geschäftsführer Johannes Remix erklärt: „Über eine integrierte Kamera am Boden des Tisches erkennt das System die Bewegung der Gläser und die Gäste können spielend leicht miteinander kontakten.“

Am Stand von LG Electronics Deutschland GmbH aus Ratingen stand immer eine Traube von Menschen vor der übergroßen Videowall. „98 Zoll ist phantastisch für die Modebranche, da können Models in Lebensgröße dargestellt werden und das in Multi HD-Farben“, schwärmt Christoph Kinner, Key Account Manager von LG. Fest steht: die Monitore oder Displays werden immer größer. Positiv sei, dass es im professionellen Bereich zur Zeit keine großen Preisveränderung gibt, anders als bei normalen Fernsehern, somit besteht Planungssicherheit für die Käufer. Ein weiterer Vorteil der professionellen Displays: die lange Lebensdauer von rund 50.000 Stunden. ‚Made in Germany‘ hat sich Basys aus Lüneburg auf die Fahne geschrieben. „Wir bieten Server- und Cloud-basierte Digital Signage-Lösungen für den Innen- und Außeneinsatz inklusive Content vom Zahlteller bis zu großen 80 Zoll Systemen an. Neu ist die Ladestation für Handys, Tablets oder Kameras, die der Handel als Kundenservice anbieten kann,“ erklärt Kay Petersen, CEO und Gesellschafter.

Neu ist das Wechselrahmensystem von re:frame. Basis des Startup-Unternehmens Iltis&Wiesel aus München ist ein vollwertiger Multimedia-Computer, der einen autarken oder interaktiven Einsatz von Video- und Audio-Player, Foto-Slideshow und weiteren Applikationen bietet. Damit lassen sich die Displays ganz leicht in über 150 unterschiedliche Bilderrahmen integrieren. Darüber hinaus seien sämtliche Blenden in Wunschfarben lieferbar. „Besonders für den Modeeinzelhandel, der großen Wert auf die visuelle Kommunikation legt, bieten sich flexible Möglichkeiten, mal klassisch mit historischen Rahmen, mal ganz hip in Beton oder Carbon“, erklärt Geschäftsführer Florian Aubele.

Alles bleibt neu - Reales und Virtuelles

Eine Lösung für das Schaufester ist das neue, transparente Display von WG Electronics aus Leobersdorf, das ähnlich wie eine Folie an der Scheibe befestigt wird. „Als Videowall zusammengesetzt sind die transparenten und Touch-fähigen Displays eine innovative Art der Schaufensterpräsentation. So können die Kunden interaktiv werden“, nennt Stefan Wibmer von WG die Vorteile. Auf der Messe zu sehen waren Anwendungen von Triumph und Jacques Lemans. Die Videos und Bilder werden über einen Computer abgespielt und im Hintergrund der Schaufenster stehen sichtbar die realen Produkte. So wie bisher auch.