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Retail

Preiswerter bauen, flexiblere Gestaltung

Die Investitionen des Handels in das Erscheinungsbild der Geschäfte bleiben beachtlich. Allein für die Einrichtung ihrer neuen Läden hat der gesamte Handel in Deutschland im Jahr 2016 rund 1,37 Mrd. Euro ausgeben. Das sind Ergebnisse der vorläufigen EHI-Studie Ladenmonitor 2017, die vollständige Studie wird zur EuroShop, The World´s Leading Retail Trade Fair, vom 5. bis 9. März 2017 in Düsseldorf, veröffentlicht.

Auf der EuroShop 2017, der Leitmesse für den gesamten Investitionsbedarf des Handels, die nur alle vier Jahre stattfindet, werden rund 2.400 Ausstellern aus 59 Ländern in Düsseldorf erwartet. Ladenbau und Beleuchtung bleiben Messe-Schwerpunkte.

Systemmöbel vor Einzelanfertigung

Laut der Studie des EHI Ladenmonitor 2017 betragen die Einrichtungskosten für ein neues Geschäft im Mode-, Schuh- und Sporthandel im Durchschnitt 425 Euro/qm Verkaufsfläche. Das sind rund 15 % weniger im Vergleich zur Umfrage von 2013. Allerdings bleibt der Anspruch des Handels nach einer qualitativen Aufwertung der Fläche trotz deutlich geringerem Budget bestehen. Um dies zu ermöglichen, ist der Anteil der individuell hergestellten Sondermöbel rückläufig, es werden mehr günstigere, standardisierte Systemmöbel bestellt. Zugleich wächst das Visual Merchandising für die individuelle Gestaltung von Verkaufsflächen. Die Investitionsbereitschaft des Handels hat sich hier branchenübergreifend nahezu verdoppelt. Investitionsschwerpunkt Nummer 1 bleibt die LED-Lichttechnik. Dank deutlicher Verbesserungen bei Lichtqualität und Leistungsfähigkeit entscheiden sich über 80 % der Textilhandelsunternehmen für eine Umstellung. Derzeit liegt der branchenweite Umrüstungsstand bei rund 16 % im Nonfood-Handel.

Rasche Veränderung gewünscht

Insgesamt geht der Trend ganz klar weg von der umfassenden Renovierung in Richtung Umbaukonzepte mit hochflexiblen Einrichtungsmodulen und einer raschen Veränderung von Aktionsflächen. Die Zyklen für Komplettumbauten haben sich im Handel sortimentsübergreifend in den letzten drei Jahren verlängert: im Food-Handel auf neun Jahre, im Nonfood-Handel auf acht Jahre.

Schönheitsreparatur statt Totalsanierung

An die Stelle umfassender Umbauten treten zahlreiche Kleinprojekte, die für optische Verbesserungen und ständigen Wandel auf der Fläche sorgen. Entsprechend groß ist der Anspruch des Handels an die Flexibilität seiner Ladenbauer. Statt reiner Produktangebote sind ganzheitliche Lösungen mit Informationen über neue Materialien und Produktionsverfahren gefragt.

Denn Nachhaltigkeit erhält auch für die Ladeneinrichtung eine immer stärkere Bedeutung. Aspekte der Nachhaltigkeit sind z.B. Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, die Verwendung umweltverträglicher Farben und Lacke oder ein Design mit langlebiger Konstruktion.