No. 1 in Pronto Moda in Germany

Retail

Mehr Frequenz durch attraktive Einkaufsmeilen

Seit Jahren kämpft der Modehandel mit sinkender Frequenz. Kunden kaufen immer häufiger online! Was ist die Lösung für dieses Dilemma? Handelsprofis sind überzeugt: Das Erfolgskonzept sind attraktive Innenstädte, die mit allen Beteiligten durch interessante Events und sympathische Aktionen immer wieder Verbraucher in die Einkaufsmeilen locken. Voraussetzung ist ein funktionierendes Stadtmarketing mit allen Beteiligten.

„Die Allianz für Innenstädte kann einen wichtigen Beitrag leisten, um die Zentren auch im Zeitalter von Digitalisierung und demografischem Wandel attraktiv zu gestalten“, erklärte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Insbesondere kleine und mittelständische Händler stünden vor großen Herausforderungen. Gefragt sei deshalb ein entschlossener Schulterschluss zwischen Handel und Kommunen. Daher initiierte HDE und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) dieses Jahr die Veranstaltung `Allianz für Innenstädte´. Denn: Der Einkauf in der City muss wieder zum Erlebniseinkauf werden, zum Beispiel durch Kommunikationsräume oder durch ausgefallene Verkaufsaktionen. Die Digitalisierung kann auch eine Chance sein, denn in der Verknüpfung mit Smartphone-Diensten läge noch großes Potenzial. Dafür sei es wichtig, dass die Kunden in Städten und Gemeinden einen unkomplizierten Zugang zum Internet, zum Beispiel über WLAN-Hotspots, bekämen. Aus kommunaler Sicht könnten gestalterisch gelungene Einkaufsstraßen und Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität, ein gutes ÖPNV-Angebot sowie gute Wegebeziehungen helfen, die Attraktivität zu erhöhen. Auch Sauberkeit und Sicherheit trägt dazu bei, dass sich die Menschen in den Zentren wohlfühlen.

Dieser Meinung ist auch Ulrich Eggert, Handelsberater aus Köln. „In der Regel hilft die schönste Handelsstrategie nichts, wenn das Geschäftsumfeld negativ aufgebaut ist.“ Sein Lösungsansatz: „Das Thema regionale Kooperation in der Innenstadt oder Einkaufsstraße wird für selbstständige Handelsunternehmen immer wichtiger, denn sie hilft, den Standort interessant zu machen. Es kommt auf ein durchgängig funktionierendes Stadtmarketing oder Citymanagement an. Absolute Voraussetzung ist die freiwillige Initiative aller Beteiligten, was angesichts einiger Filialisten, die sich gerne zurückhalten, gar nicht so einfach ist.“ Alle sollten sich an einen Tisch setzen: Handel, Gastronomie, Gewerbe, Dienstleistungen, Kunst und Kultur, die Eigentümer, aber vor allem die Stadt- und Gemeindeverwaltungen. Auch wäre es klug, Investoren einzubinden. Das Engagement kann so weit gehen, dass gemeinsam dafür gesorgt wird, Leerstände durch kreative Ideen zu beseitigen, z.B. indem ein Begegnungskaffee oder Kinderbetreuungsangebote eingerichtet werden. Eggert empfiehlt: „Dafür muss ein umfassendes Stadtmarketing aufgebaut werden mit Standort-, City und Tourismusmarketing sowie Event- und Verwaltungsmarketing. Je kleiner die Städte sind, umso wichtiger ist die Integration von Wochenmärkten. Nur gemeinsam am Tisch zu sitzen, reicht aber nicht. Es bedarf einer starken Kommunikation mit Nutzenargumentation und geeignetem Slogan. Erfolge müssen kommuniziert und Misserfolge analysiert werden – es bedarf bei einem sinnvollen Stadtmarketing der ständigen Abwechslung, parallel sollten jedoch Traditionen entwickelt werden. Es sollten Sponsoren aus der örtlichen Wirtschaft gefunden werden.“

Für das finanzielle Clearing sei es wichtig, Banken zu integrieren – der Aufbau von City-Cards helfe, das Gesamtkonzept zu unterstützen. „City-Cards wären in diesem Fall zu verstehen als Kreditkarten, die innerhalb der Städte genutzt werden und wo jeder Kunde, der in einem Geschäft der City einkauft , besondere Bonuspunkte erhält. Die Kunden sollten keine Rabatte, sondern Ende des Jahres einen Bonus erhalten, der dann beim nächsten Einkauf in der City eingelöst werden kann.“ Das Ziel stehe fest: Mit jeder Aktion sollen Verbraucher in die Innenstadt gelockt werden. Dies diene der Kundenbindung und Kaufkraftsteigerung im Ort, es erhöhe das Wir-Gefühl in der Händlerschaft wie auch zwischen Händlern und Kunden am gesamten Ort. „Man sieht, es gibt Möglichkeiten, als Händler auch parallel zum Internet zu bestehen“, ist Ulrich Eggert überzeugt.

Studien zum kostenlosen Download

Bei Ulrich Eggert Consulting, Köln steht die kostenlose Kurzstudie unter www.ulricheggert.de/kostenlosestudien zum Download bereit.