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Retail

Trendige Kassen: chic, schnell und mobil

Die EuroCIS 2016 ist die führende Fachmesse für Handelstechnik. Innovative Kassen stehen nach wie vor im Mittelpunkt.

Auf den Ständen und Gängen der EuroCIS war viel los. Nicht nur die 411 Aussteller waren Anlass für einen Besuch in Düsseldorf. Es ist bereits Tradition, dass die neueste Studie „Kassensysteme 2016“ des EHI Retail Institute vorgestellt wird. Ulrich Spaan, Mitglied der Geschäftsleitung des EHI Retail Institute, und Kassenstudien-Projektleiter Cetin Acar wissen: „Die komplexer werdenden Anforderungen an die Kassen verlangen nach neuen, schnellen und flexiblen Systemen. Daher stehen viele Altsysteme, sowohl bei der Hard- als auch bei der Software, auf dem Prüfstand.“ Der Mode-, Schuh-, Sport-, und Lederwarenhandel arbeitet mit etwa 129.000 Kassen, so das EHI, insgesamt sind im Einzelhandel rund eine Million Kassensysteme im Einsatz. Durchschnittlich seien das 2,2 Kassen pro Betrieb. Das durchschnittliche Alter der Hardware liegt bei 4,9 Jahren. 71 Prozent der befragten Händler wollen diese in den nächsten Jahren erneuern. Über die Hälfte davon plant einen kompletten Austausch der Hardware, die übrigen 42 Prozent möchten nur einige Komponenten erneuern. Wenig erstaunlich: Bei der Auswahl neuer Kassen spielt für 88 Prozent der Befragten das Design eine wichtige Rolle. Das bestätigt auch Austeller Christoph von Lingen von Toshiba: „Wir können die Ergebnisse der EHI-Studie bestätigen, dass die Einzelhändler immer mehr Wert auf das Design legen. Außerdem ist ihnen Modularität sehr wichtig, um die Lösung flexibel an ihre Kassenzone anzupassen.“ Viele der auf der Messe gezeigten Kassen sind chic designt und farbenfroh, da man die Verkleidungen farblich tauschen kann, wie bei den für ihr Design prämierten Kassen von Aures. Luxus-Klasse war bei Poosh zu sehen: Die Oberflächen sind mit Ebenholz, Mahagoni oder Eichenholz veredelt. Ein weiteres Trendthema ist der Touchscreen. Laut dem EHI wollen künftig alle Befragten Touchscreens anstelle von Tastaturen einsetzen. „16-Zoll-Displays sind derzeit am gefragtesten“, bestätigt Christian Herden von Act’o-soft.

Mobil Geräte als Zusatzkasse

Für Tablets und Smartphones sieht die EHI-Studie hohes Wachstumspotential. Ein Grund ist, dass sie die Schnittstelle zum Multichannel bilden, dem Dialog mit dem Kunden über alle Kanäle on- und offline hinweg. Aktuell haben aber erst 27 Prozent der befragten Händler an ihren Kassen Schnittstellen zu Onlineshops. Auch für interne Prozesse wie Nachbestellungen und Inventur seien die mobilen Begleiter nutzbar. So gehen 41 Prozent davon aus, dass Tablets die altgedienten Datenerfassungsgeräte (MDEs) ersetzen werden. Die Aussteller der EuroCIS sind voll auf den mobilen Trend eingestellt: mobil, flexibel, schnell, modern – das seien die Vorteile von Tablets und Smartphones. Christian Herden von Act’o-soft nannte Einsatzbereiche: „Unsere Tablets dienen als stylisches Gadget bei der Kundenberatung, als Zusatzkasse zu Stoßzeiten oder als Tool für das Waren-Management. Zudem sind die mobilen Geräte eine Antwort für Multichannel-Ansätze; über ein Tablet kann das Personal permanent auf Daten aus dem Online-Shop zugreifen.“ Auch Vanjo Wandscher, CEO von Futura ist überzeugt. „In den nächsten zwei Jahren werden 80 Prozent der Einzelhändler mobile Geräte zusätzlich zum Kassieren nutzen. Dabei ist ein Windows-Tablett eher etwas für große Kunden, während kleinere Kunden stärker nach iOS-Geräten inklusive Scanner und Kreditkartenleser greifen.“ Für mobiles Bezahlen muss es ein funktionierendes Akzeptanzstellennetz geben und EC-Terminals, mit denen die Kunden virtuell bezahlen können. Die großen Anbieter von Kartenterminals haben sich darauf eingestellt. So zeigte Ingenico neue Terminals mit größeren Displays, auf denen der Kunde papierlos unterschreiben kann. Der Vorteil laut Volkmar Block, Product Marketing-Manager von Ingenico: „Das vereinfacht das Belegmanagement für den Händler enorm.