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Retail

Kunden begeistern durch emotionale Inszenierungen

Das große Visual Merchandising-Thema der EuroShop, der weltweit größten Fachmesse für die Ausstattung des Handels hieß: Emotionalisierung des Shoppingerlebnisses am POS. Die Messe ist ein Eldorado an emotionalen Visual Merchandising-Ideen. Die News über Trends zum Herbst/Winter finden Sie hier im Überblick.

Claudia Horbert, vom EHI Retail Institute bestätigt: „Visual Merchandising (VM) steht im Fokus des Handels und überholt damit die Investitionen für die Möblierung. Statt kompletter Umbauten werden viele kleine Projekte durchgeführt, die für optische Verbesserung sorgen und dem Kunden ständig Neues bieten." Auch Michael Scheithauer, Geschäftsführer von Barthelmess Global Visual Marketing, ist überzeugt: „Spannungsreiche Gestaltungstrends in den Schaufenstern und am POS werden immer wichtiger, denn Kunden wollen unterhalten werden. Wichtige Schlagworte für die Zukunft sind Entertainment, flexible Warenpräsentation, temporäre Pop-up-Konzepte, Aufenthaltsqualität und Service."

Der Handel als Wohlfühlort

Der Barthelmess-Geschäftsführer nennt folgende Trends: Materialvielfalt, hochwertige Oberflächen sowie mit Bildprojektionen animierte Flächen auf Möbeln oder Wänden. Immer gehe es darum, dass sich der Handel als Wohlfühl-Ort positioniert – und somit zur digitalen Welt einen Gegenpol bildet. Beispiel Weihnachten: Das saisonale Thema verändert sich in Richtung Happy Holiday oder Party, also weg von der klassischen Weihnachtsdekoration in Rot-Grün-Gold. Stattdessen sind winterliche Szenarien mit Schnee und Eis oder Party-Stimmung im Trend. Auch mit Humor wird variantenreich gespielt, zum Beispiel mit auf die Spitze gestellten Weihnachtsbäumen aus Kugeln oder durch lustige Weihnachtsbaum-Männlein im Eismantel. Atmosphäre schaffen: Dazu gehört auch der Faktor Licht. Vor allem im Winter bezaubern Lichtinstallationen, seien es nachgebildete Tiere oder dekorative Lichtwände.

Flexibilität ist das Zauberwort

Temporäre Dekoration aus Papier und Karton sind schnell zu realisieren und dank der günstigeren Materialien bezahlbar. Ein Beispiel dafür sind die Kleinmöbel und Dekorationselemente von Kubedesign. Zur Messe sprudelte der Miniatur Trevi-Brunnen aus Rom aus Karton und selbst die Tauben fehlten nicht. Sogar die Bank ist auf Grund der zahlreichen Kartonschichten stabil und lädt zum Sitzen ein. Filigraner ging es bei Procédés Chénel zu. Der Stand war eine zauberhafte Unterwasserlandschaft, alle Wasserpflanzen, Fische und auch die Kleinmöbel waren aus Papier hergestellt.

Neue Optik durch Variation

Auch beim Bodenbelag glänzten viele Aussteller mit Flexibilität. So zeigte eine Fachkraft bei Objectflor, wie einfach es ist, die Optik durch lose liegende Bodenplatten zu variieren. So können neue Kombinationen aus verschiedenen Materialien, zum Beispiel Teppich für die Ruhezone statt Laufplanken, oder Farben und Muster passend zur Flächeninszenierung gelegt werden.